Paul Millns(GB) & Butch Coulter (CDN) in concert

Konzert der Extraklasse-30 Jahre Mauerfall

Paul Millns(GB) & Butch Coulter (CDN) in concertBlues- Soul –Rockballaden- vom Feinsten
Wann: Samstag, 9. November 20.00 Uhr Thomaskirche

Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr

Ort: Thomaskirche Preis: 20,00 EUR 15,00 EUR ermäßigt Studierende, Schwerbehinderte, Bundesfreiwilligendienstleistende und freiwillige Wehrdienstleistende, Auszubildende, Arbeitslose

Karten: ab sofort im Gemeindebüro Thomaskirche [Puschkinsttraße 11a], www.ticketshop-thueringen.de, Abendkasse im Jazzkeller Erfurt [Fischmarkt 13/16], Vorverkaufsstellen des Ticketshop Thüringen, telefonisch: 0361-227 5 227

Paul Millns (* 29. August 1945 in Norfolk) ist ein britischer Bluespianist, Songwriter und Sänger. Obwohl Paul Millns oft mit Joe Cocker, Tom Waits oder Randy Newman verglichen wird, ist Millns eine eigenständige und unverwechselbare Musikerpersönlichkeit. Seine Musik, die man irgendwo zwischen Blues und Soul einordnen könnte, hat eine eigentümliche Magie, die in einen musikalischen Bann zieht. Durch einen Auftritt im einst legendären „Rockpalast“ der 80ger Jahre wurde der Brite auch einem großen Publikum bekannt. Es folgten Welttourneen in den Bands von Alexis Korner und Eric Burdon (dessen Songs Paul teilweise auch arrangierte). Er arbeitete mit David Crosby, Crosby, Still , Nash & Neil Young, John Mayall u.v.a. zusammen. Nach dieser Zeit widmete er sich seiner Solo-Karriere sowie Auftritten mit eigenen Bands. Mittlerweile wurden 19 Alben veröffentlicht. Die neue CD „A little thunder“ (2019) hat schon viele begeisterte Kritiken erhalten und wurde auch vom MDR zur CD der Woche gewählt. Auf dieser CD macht sich der heute 73 jährige „Blues-souler“ Gedanken über sein Leben und die ihm noch verbleibende Zeit mit für ihn typisch tiefgründigen Bildern und Metaphern. Seine Songs stammen alle aus eigener Feder –sensibel, tiefgründig, mit gutem britischem Humor gewürzt.

Begleitet wird Paul Millns von Butch Coulter aus Kanada, dem Mundharmonikaspieler und Gitarristen. Coulter spielt seit 25 Jahren seinen virtuosen Mundharmonika-Stil in Blues- und Roots-Musik auf der ganzen Welt. Fünfzehn Jahre lang arbeitete er mit der Blueslegende LONG JOHN BALDRY zusammen und spielte u.a. mit MICK TAYLOR. Der britische Soulpoet Paul Millns hat eine große Fangemeinde in Deutschland, sowohl vor als auch nach 1989, die auch ohne Werbung und Anzeigen weiß, wo seine Konzerte stattfinden. Und wer einmal dabei war, kann sich der starken Sogwirkung seiner Musik kaum entziehen. Vorzugsweise in Stadtkirchen oder Burgkapellen und überwiegend vom Klavier aus teilt Millns seine Gedanken und Erfahrungen seinem berührten Publikum mit. Nicht als Bekehrer, Besserwisser oder Trendsetter, sondern als ein Überlebender, der durch Stürme und Schlamm navigiert ist. Dabei singt er leidenschaftlich von Mut und Verzweiflung und von Freuden des Lebens und der Liebe. Und so konzentrieren sich seine Songs auf das Wesentliche, das Schöne und Lebendige, das im Alltag allzu oft überschattet wird von Erfolg, Gewinn und Effekt. Zwischen seine allemal selbst geschriebenen Songs flechtet Millns auch immer einmal wieder seine politischen Anschauungen mit schwarzem britischen Humor ein, bevor er scheinbar suchend diese leicht und leise mit Tastenläufen untermauert. Und das Publikum? Das nickt in solchen Momenten zustimmend und kurzes Gelächter und Schmunzeln erfüllt den Raum… .

Mit einem Knall vom Leben verabschieden Verabschieden will sich Paul Millns vom Leben irgendwann nicht mit einem Wimmern, sondern mit einem Knall. So auch der Titel seines aktuellen Studioalbums: "A Little Thunder", es ist eines seiner typisch klaren Statements. „In den Songs darauf geht es um die Liebe und das Leben, der Tod und etwas Alkohol kommen auch drin vor“, so Millns. Geschrieben hat er die Musik am Klavier, und er besinnt sich dabei auf die Zeit, als „Popsongs noch gute Melodien hatten, wie in den Sechzigern". Wichtiger als intellektuelle Ideen ist Millns dabei die Emotionalität. „Es geht um den Tod und darum, wie man abtritt. Wenn man 73 ist, denkt man über all diese Dinge nach.“ Sein Talent und Vermögen, als Songwriter die Zeichen der Zeit zu erspüren, hat der britische Vollblutmusiker über die Jahre nahezu perfektioniert. In eindrucksvollen Bildern und Metaphern setzt er die Welt vor den Augen seines Publikums immer wieder neu zusammen. Es mag dem Hörer wie ein Hauch von Endzeitstimmung entgegenwehen, wenn Millns auf seinem neuen Album dazu auffordert, nochmal auf die aufgehende Sonne anzustoßen und die Gläser mit Liebe zu füllen – während der Teufel uns schon auf dem Gepäckträger hat.

Als Waisenkind aufgewachsen Wer als Waisenkind aufwächst, fragt nicht selten nach seiner Herkunftsfamilie. In dem Albensong 'My Father’s Son' geht Paul Mills dieser Frage nach. „Ich habe meine Mutter nie gekannt, meinen Vater auch nicht, ich war in einem Waisenhaus. Aber eigentlich ist es gar kein trauriger Song, weil ich von netten Adoptiveltern aufgenommen wurde und dort zehn glückliche Jahre hatte, mit Stiefschwestern, Stiefbrüdern und Stiefcousins. Mein Familienleben hat sich komplett verändert. Und in einer der Zeilen heißt es: 'Es kommt darauf an, wohin du gehst, und nicht woher du kommst. Und ja – daran glaube ich.“ Neben tiefen persönlichen Einblicken in sein Leben und trotz düsterer Bestandsaufnahmen gibt es sie, die Momente, die Paul Millns wie kein anderer mit seiner Musik in goldenes Licht zu tauchen vermag.

Und wer gerne eintauchen möchte, in dieses „Licht“, in diese wundervolle Musik, der sollte kommen, am 9. November um 20.00 Uhr in die Thomaskirche.

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